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Tagebuch-Retention

Ab v3.11 lassen sich für reguläre Tagebuch-Einträge und Audit-Einträge getrennte Auto-Lösch-Schwellen konfigurieren — notwendig, weil Audit-Einträge (DSGVO Art. 30, F3-Decisions, F4-Locks) versicherungsrechtlich länger aufbewahrt werden müssen.

40.1 Hintergrund

Vor v3.11 galt eine Retention-Schwelle für alles. Das war zu grob: - Reguläre Einträge sollten nach 30 Tagen verschwinden (DSGVO-Sparsamkeit) - Audit-Einträge müssen 365 Tage oder länger bleiben (Versicherungs-/Verbands-Compliance)

40.2 Konfiguration

DSGVO-Dialog → Sektion „🗑 Auto-Lösch":

Feld Default Empfohlen
Reguläre Tagebuch-Einträge unbegrenzt 30 Tage
Audit-Einträge (System, Lage, Schwellwert, Lock) unbegrenzt 365 Tage
Snapshots in userData/snapshots/ unbegrenzt 90 Tage

40.3 Was als „Audit-Eintrag" zählt

Tagebuch-Einträge mit dem Marker isAudit: true (intern):

  • Stammdaten-CRUD-Logs (Hunde, Personen, Alarmgruppen)
  • Schwellwert-Decisions (F3 90 %, 100 %)
  • Lock + Re-Freigabe (F4)
  • Tactical-Sign-Operationen
  • Mission-Start / Mission-Beenden
  • Übergabe-Datei-Speicherung
  • Lagebericht-Druck

40.4 Lösch-Logik

Beim App-Start läuft eine Retention-Sweep-Funktion:

  1. Reguläre Einträge älter als regularRetentionDays werden gelöscht
  2. Audit-Einträge älter als auditRetentionDays werden gelöscht
  3. Tombstone-Eintrag „Auto-Lösch: N reguläre, M Audit-Einträge entfernt" wird im Tagebuch hinterlegt
  4. Snapshots werden separat nach snapshotRetentionDays aufgeräumt

Die Lösch-Aktion ist idempotent und nicht rückgängig machbar (außer durch manuelles Snapshot-Restore).